Für den Kurzvortrag beim Media Lab NRW haben wir von Journocode ein paar ddj tools gesammelt, für die man nicht programmieren können muss:

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ordnerGute Datenquellen sind die Statistikseiten von Bund, Ländern und Städten. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht auf destatis.de viele interessante Datensätze, auf thru.de finden sich Datenbanken vom Umwelt Bundesamt. Außerdem hat jede Stadt eine Statistikabteilung, die sich über Anrufe von Journalisten mehr oder weniger freuen wird.

Eine gute Anlaufstelle sind auch Open Data Portale wie es beispielsweise ein sehr gutes von der Stadt Moers gibt. Eine weitere Möglichkeit and Daten zu kommen, ist scraping. Dabei schabt man Daten von Webseiten. Mit dem tool import.io kann man so zum Beispiel eine Excelliste aller Wohnungsinserate auf einem Immobilienportal erstellen, ganz ohne programmieren. Gibt es die Daten definitiv, doch das fragliche Amt will sie nicht herausrücken? Das Portal Frag den Staat hilft bei Informationsanfragen! Wenn auch das nicht hilft, gibt es auch Verklag den Staat ; )

Hat man Daten und braucht noch die Ortsumrisse, also Shapefiles, für Analysen und Visualisierungen, gibt es neben den Städten selbst tolle Portale wie Open Street Map.

 

lupeUm Daten zu analysieren, muss man nicht zwingend programmieren können. Excel ist ein mächtiges Werkzeug bei Datensätzen mit einer begrenzten Menge Zeilen. Mit ein bisschen googlen findet man viele Kniffe, von denen man vorher nicht die leiseste Ahnung hatte. Für statistische Auswertungen eignen sich auch gratis Testversionen von Programmen wie JMP – no coding required!
Mit Open Refine können Daten interaktiv bereinigt werden. Mit dem Programm können ähnliche Schreibweisen wie „Sankt Petersburg“ und „St. Petersburg“ zusammengefasst werden und vieles mehr. Hat man seine Daten, aber in einem ätzenden Format wie beispielsweise nicht maschienenlesbare PDFs, dann helfen Programm Plugins von Adobe Reader oder das Programm tabula.technology. Für geografische Berechnungen, zum Beispiel Distanzen von Geopunkten, eignet sich QGIS, das man völlig kostenlos herunterladen kann.

 

vizTolle und auch interaktive Diagramme lassen sich mit wenigen Klicks in Programmen wie Datawrapper, tableau public, infogr.am oder piktochart bauen. Ein mächtiges tool für verschiedenste interaktive Grafiken, Anwendungen und Webseiten ist Tumult Hype. Für Karten ist CARTO ein gutes Onlinetool, für Mapbox muss man dann schon wieder ein bisschen programmieren können. Allgemein entstehen die besten Webanwendungen, wenn man sich selbst ein bisschen in die Codingwelt stürzt oder mit einem Entwickler zusammenarbeitet. Wenn es nicht interaktiv sein muss, können mit Vektorbearbeitungsprogrammen wie Sketchapp und Adobe Illustrator individuell gestaltete Infografiken entstehen oder bearbeitet werden.

 

logoNatürlich ist man im Datendschungel aber auch nicht auf sich allein gestellt! Viele Städte haben Meetups für Programmier- und Datenjournalismusverrückte, wie zum Beispiel Journocode. Geballte Datenkompetenz findet sich auch auf codefor.de. Hier stellen sich die deutschen Open Knowledge Labs vor, bei denen Entwickler, Designer und Hobbycoder aus offenen Daten coole Webanwendungen bauen. Auch das viel ausgezeichnete Interaktiv Team der Berliner Morgenpost hat schon Projekte mit Mitgliedern des Berliner OK Labs gemacht!